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Wanderausstellung des ADAC Südbayern
"SCHATTEN - Ich wollte doch leben"
am 06. Februar 2012 am BSGZ eröffnet | 
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„SCHATTEN – Ich wollte doch leben“
- Wanderausstellung des ADAC Südbayern am Beruflichen Schulzentrum Günzburg - |
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"Saschas Mutter ist es nie aufgefallen. Jedesmal, wenn sie zu ihm ins Auto stieg, legte er den Gurt an. Sie wäre nie auf den Gedanken gekommen, ihn daran erinnern zu müssen. Stattdessen bat sie ihn, nicht während der Fahrt zu telefonieren, nicht unter Alkoholeinfluss zu fahren, nicht zu rasen…
Am 12. Februar 2002 war Sascha auf dem Weg zu einer Faschingsparty. Er hatte nicht telefoniert, nicht getrunken. Auch seine Mutter saß an diesem Abend nicht auf dem Beifahrersitz, als Sascha von der Straße abkam, sein Wagen sich mehrfach überschlug und er durch das Dachfenster seines Golfs geschleudert wurde. Sascha verstarb noch an der Unfallstelle. Angeschnallt hätte er zu 90 % überlebt.“
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So steht die Geschichte des 19-jährigen Sascha auf der lebensgroß geschwärzten Figur im Mehrzweckraum des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Günzburg. Daneben stehen noch weitere fünf Schatten. Jeder steht symbolisch für ein junges Menschenleben und schildert den Hergang des Unfalls, der zu ihrem Tod geführt hat. Bei Benjamin, Jasmin, Roccy, Sissi, Sarah und Sascha handelt es sich um sechs junge Menschen, die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind. Als Schatten, die ihre Geschichte erzählen, warnen sie Gleichaltrige. |  |  |
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| Am Montag, 06. Februar 2012 wurde die Ausstellung "Schatten - Ich wollte doch leben" der Designerin Marlene Schlund und des ADAC Südbayern am Beruflichen Schulzentrum Günzburg eröffnet. Neben den Vertretern der Schule und des ADAC Südbayern, nahmen auch zahlreiche Gäste aus Politik, der Polizei und Notfallseelsorge an der Eröffnung teil, so u. a. Landrat Hubert Hafner und Stadtrat Dr. Manfred Büchele als Vertreter des Oberbürgermeisters. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, diese Ausstellung nach Günzburg zu holen“, so Schulleiter Wolfgang Kiesecker. Ein Blick in die Unfallstatistik zeige, wie wichtig es sei, die Gefahren bewusst zu machen, betont Kiesecker weiter. |
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 Schulleiter Wolfgang Kiesecker begrüßt die Gäste... |  |  Landrat Hubert Hafner spricht ein Grußwort... |  | Josef Kaspar, Vorstand des ADAC Südbayern, erläutert die Ausstellung... |
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 Die Schatten der verunglückten jungen Menschen... |  | „Fahranfänger sind nach wie vor überdurchschnittlich stark an Verkehrsunfällen beteiligt. So ist das Risiko junger Fahranfänger zwischen 16 und 24 Jahren im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken drei Mal höher als das aller anderen Altersgruppen.
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Gedenkkreuze am Straßenrand erinnern an diejenigen, die aus ihrem jungen Leben gerissen wurden - und jedes Kreuz steht für ein tragisches Schicksal. Zurück bleiben Angehörige und Freunde, für die danach nichts mehr ist wie zuvor.
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Zurück bleiben Familien, die nach dem Verlust ihres Kindes mit einem unendlichen Schmerz ringen.“ |  | ...stehen still im Mehrzweckraum der Berufsschule und machen nachdenklich. |
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Die Wanderausstellung ist Teil der Präventionsarbeit des ADAC. „Die Jugendlichen an Bayerns Schulen sollen für die Risiken des Straßenverkehrs sensibilisiert werden. Sie sollen lernen, sensibler mit den Verkehrsgefahren umzugehen, und vor Leichtsinn bewahrt werden“, hofft Josef Kaspar, Vorstand des ADAC Südbayern. Hauptziel der Ausstellung ist es, dazu beizutragen, junge Menschen vor dem Schicksal zu bewahren, das Benjamin, Jasmin, Roccy, Sissi, Sarah und Sascha ereilt hat. Ehrlich und ungeschminkt werden die Schattenseiten und Gefahren dargestellt. Dabei gehe es nicht um den erhobenen Zeigefinger, betont der ADAC Vorstand. |  |  |  | Etwa 40 Schülerinnen und Schüler aus den Fachbereichen Kfz-Technik und Wirtschaft und Verwaltung des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Günzburg hatten am Montag die Möglichkeit, an der Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen.
Der an der Berufsschule für die Ausstellung verantwortlichen Lehrkraft Elke Warnecke ist es sehr wichtig zu betonen, „dass alle Auszubildenden in den nächsten zwei Wochen die Gelegenheit haben, die Ausstellung zu besuchen. Auch im Unterricht soll so der verantwortungsvolle Umgang mit Auto oder Motorrad diskutiert werden“. |
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| Bis zum 17. Februar 2012 ist die Ausstellung noch in der Günzburger Berufsschule zu sehen, um betroffen zu machen, wachzurütteln, Anlass für Gespräche zu geben und zum Nachdenken anzuregen. Ein weiterer Ausstellungstermin im Staatl. Beruflichen Schulzentrum - Außenstelle in Krumbach - ist bereits für den 24. September dieses Jahres fest vereinbart worden. |
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| Bilder: Stefan Behnke |  |  |  | Anja Behnke
(Koordinatorin für außerschulische Kontakte) |
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